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Frühlingszeit ist Pollenzeit …

Kaum hat man das kalte Wetter und den langen Winter hinter sich gebracht, kommt für viele Menschen schon die nächste Gemeinheit um die Ecke: Pollen. Nach und nach sieht man immer mehr Pollenallergiker mit roten oder sogar dick verquollenen Augen und triefenden Nasen. In der Schweiz ist im Schnitt jeder Fünfte von Heuschnupfen betroffen. Die Beschwerden variieren dabei von leichten Beschwerden bis zu Asthma. Warum leiden eigentlich immer mehr Menschen unter Heuschnupfen?

 

Was ist Heuschnupfen eigentlich? 

Eigentlich ist der Begriff Heuschnupfen nur bedingt richtig. Ok, man kann natürlich auch gegen Heu eine Allergie haben, aber eigentlich müsste es eher Pollenschnupfen heißen. Deswegen heißt das Ganze auch korrekt ausgedrückt: Pollinosis oder allergische Rhinitis. Weitere Bezeichnungen die Heuschnupfen meinen sind Pollinose, Heufieber und Heuasthma.

Häufig entwickelt sich ein Heuschnupfen erst im Verlauf eines Lebens. Allerdings werden die Grundsteine oft schon von den Eltern vererbt. Man spricht von einer sogenannten „Allergikerkarriere“: es beginnt im Säuglingsalter mit Allergien des Magen-Darm-Traktes, dann folgt die Ekzemzeit ca. mit einem Jahr, dann das Asthma mit ca. 3 Jahren und dann folgt der Heuschnupfen so mit dem Schulalter oder auch noch später.

Der Heuschnupfen ist eine Allergie im klassischem Sinne: also eine Typ 1 Allergie. Diese läuft wie folgt ab: bei einem Erstkontakt passiert erst mal nichts weiter (zumindest nichts, was man merken würde). Diese Phase nennt man Sensibilisierungsphase. Der Körper beschnuppert den Eindringling und merkt sich dessen Eiweißstrukturen.

Bei einem erneuten Kontakt kann es dann passieren, dass der Körper „überreagiert“. Er denkt sich: „Oh Hilfe! Ein Bösewicht! Den muss ich ganz schnell bekämpfen!“ Die Allergene reagieren mit den IgE-Antikörpern und fungieren quasi als Schlüssel in einem Schloss: die „Allergiezellen“ (Mastzellen) werden „aufgeschlossen“ und es erfolgt eine Histaminausschüttung. Innerhalb von Sekunden bis Minuten kommt es dann zu verschiedenen Symptomen. Das Histamin führt zu verschiedenen Problematiken: die Bronchien kontrahieren → es entsteht Atemnot. Kleine Blutgefäße werden erweitert → es kommt zu Rötungen. Sensible Nervenendigungen werden stimuliert → Juckreiz folgt. Die Durchlässigkeit der Gefäße wird verstärkt → es entstehen Ödeme, Schwellungen und Blasen. Zu große Menge Histamin → ein plötzlicher Blutdruckabfall kann folgen (das nennt man dann allergischen Schock und kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein).

Die wenigsten wissen, dass es auch Möglichkeiten gibt Heuschnupfen vorzubeugen.

Blühende Blüte einer roten Blume verursacht Pollen

Auslöser

Die Pollenallergie ist eine Reaktion auf bestimmte Pollenarten. Zu den Hauptauslösern einer Pollenallergie zählen:

  • Bäume wie Birke, Eiche und Erle
  • Gräserarten wie Wiesenlieschgras
  • Kräuter wie Beifuss, Ambrosia etc.

 

Ursachen von Heuschnupfen

Aber warum haben immer mehr Menschen Probleme mit Pollen? Das gab es früher doch nicht in dem Ausmass! Tja, da muss ich sagen, dass eine Allergie eigentlich eine „Langeweileaktion“ vom Immunsystem ist. Ganz früher hatte man viel häufiger Parasiten wie z.B. Würmer, da hatte das Immunsystem ständig was zu tun und gar keine Zeit, um Allergien zu entwickeln. In unserer heutigen Zeit, dank übermässigem Desinfizieren und sterilem Leben, hat es aber einfach zu wenig zu tun. Da kommt eben die Frage auf: „Was könnte man denn heute tun? Oh komm, wir entwickeln mal eine Allergie…“

Daher haben Kinder, die in der Stadt leben, auch viel häufiger Allergien als Kinder, die nicht so hypersteril und beispielsweise auf einem Bauernhof aufwachsen. Haben dann noch die Eltern bereits Erkrankungen, die eine allergische Diathese besitzen, hat das Kind kaum noch Chancen KEINE Allergie zu entwickeln.

Kreuzallergien

Als wenn triefende Nasen und juckende Augen alleine aber nicht schon ausreichen würden, gibt es bei Heuschnupfen noch eine weitere Gemeinheit: Kreuzallergien. Vor allem Allergien auf Birkenpollen oder Beifuss (aber auch bei allen anderen ist dies möglich) reagiert man zusätzlich auf Nahrungsmittel. Beispiel Birkenpollen: die Eiweißstrukturen der Birkenpollen und von Äpfeln ähneln sich sehr in ihrem Aussehen. Der Körper kann es nicht recht unterscheiden und reagiert zur Sicherheit mal auf beides. Obwohl man eigentlich kein Problem mit Äpfeln hat.

Heuschnupfen ist in der Regel saisonal (weil ja nur zu bestimmten Blütezeiten Pollen fliegen) und daher reagiert man auch gerade in dieser Zeit vor allem auf die entsprechenden Nahrungsmittel.

Die Reaktionen auf Tierhaare, Hausstaubmilben und andere inhalativen Allergene sind dagegen meistens ganzjährig, entstehen jedoch auf die gleiche Weise. Wenn man wissen möchte, auf welche Dinge man allergisch reagiert und mit welchen Nahrungsmitteln diese kreuzreagieren, kann man im Labor einen so genannten Inhalationsscreen machen lassen.

Was kann man gegen Heuschnupfen tun?

Blühender Kirschbaum im Frühling bei Sonnenschein

In der Schulmedizin werden H1-Anthistaminika, Cortison oder Bronchodilatatoren eingesetzt. Eine beliebt Methode ist auch die klassische Desensibilisierungstherapie. Hierbei wird das Allergen, auf das man reagiert, dem Körper in Kleinstdosen immer wieder zugeführt, so dass er sich nach und nach daran gewöhnen kann. Problem dabei: auch bei Kleinstdosen kann im schlimmsten Fall eine lebensbedrohliche Situation auftreten. Ein weiterer Nachteil ist, dass man eine Desensibilisierung nur gegen ein Allergen durchführt. Das ändert aber nicht die grundsätzliche Problematik. Vor allem wenn man gleich auf mehrere Allergene reagiert, hat man hierbei nicht unbedingt etwas gewonnen.

Viel sinnvoller ist es, das Immunsystemumzupolen“. Das kann man zum Beispiel sehr gut mit einer Eigenbluttherapie erreichen. Das Immunsystem bekommt hierbei einen anderen Reiz und hat damit eine neue Aufgabe. Langfristig vergisst es somit die Allergien.

Vitamin C, Vitamin B6, Methionin, Zink, Magnesium und Calcium helfen dem Immunsystem besser mit der Allergie umgehen zu können. Einige dieser Wirkstoffe stabilisieren unter anderem die „Allergiezellen“, so dass diese nicht so schnell das Histamin ausschütten. Zink und B6 wirken zudem auf ein Enzym ein, das das Histamin wieder abbaut. Wie ich meinen vorherigen Artikeln bereits häufig erwähnt habe, sitzt ein Großteil des Immunsystems im Darm. Also ist es auch bei Allergien und Heuschnupfen sicherlich sinnvoll den Darm zu stabilisieren. Bewährt in diesem Zusammenhang haben sich die Präparate Colostrum, L-Glutamin und Arktibiotic Stress Compens.

Augentrost (Euphrasia) hilft, wie der Name schon sagt, bei juckenden, tränenden Augen. Und zur Linderung der nasalen Symptome hilft morgens und abends die Nase mit Meersalz zu duschen.

Um die Pollenbelastung so gering wie möglich zu halten, sollte man folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten: wenn du auf dem Land wohnst, lüfte erst abends so zwischen 19 und 24 Uhr, denn auf dem Land ist die Pollenkonzentration morgens am höchsten. In der Stadt ist das genau umgekehrt, hier solltest du gerade morgens (am besten zwischen 6 und 8) lüften. Vielleicht kaufst du dir zusätzlich auch noch ein Pollenschutzgitter fürs Fenster, dann kann hier zumindest nichts mehr schief gehen. Aber denke daran, dass sich die Pollen auch in deiner Kleidung festsetzen. Um einen ruhigen Schlaf zu haben, solltest du dich daher außerhalb deines Schlafzimmers umziehen und am besten abends duschen gehen und Haare waschen. Dann bist du komplett „Pollenrein“.

Wenn du nach draußen gehst, achte auf den Pollenkalender und die Pollenvorhersagen (Pollenflug-App). Fliegen deine Pollen gerade besonders stark, versuche längere Aufenthalte draussen zu vermeiden und strenge dich an diesen Tagen auch drinnen nicht so soll an. Deine Körper hat gerade eh schon genug zu tun 😉 Wenn du spazieren gehen möchtest, warte (wenn machbar) einen Regenschauer ab. Der drückt die Pollen vorübergehend nach unten und reinigt somit für kurze Zeit die Luft.

 

Allen die mehr erfahren möchten zum Thema Heuschnupfen empfehlen wir unser Interview zum Thema Heuschnupfen als Video und zum Nachlesen mit einer Fachexpertin.

 

Jetzt interessiert uns natürlich: Was ist dein Geheimrezept gegen Allergien? Womit hast du gute Erfahrungen gemacht? Welche Informationen hättest du gerne noch zum Thema Allergien oder Heuschnupfen? Schreib uns gerne einen Kommentar.

Julia Steffen

Julia Steffen

Julia Steffen ist Heilpraktikerin mit Leib und Seele und arbeitet seit 12 Jahren bei einem naturheilkundlichen Labor für medizinische Diagnostik. In ihrer Funktion steht sie in regem Austausch mit Heilpraktikern und anderen Therapeuten. Ausserdem studiert sie integrative Medizin und unterrichtet ab und zu an einer Heilpraktikerschule. Auf dem Arktis BioPharma Schweiz Blog gibt sie ihr Fachwissen auf unterhaltsame Weise weiter und freut sich über jeden Kommentar und Austausch mit unseren Lesern!

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