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1. WIE KÖNNEN WIR UNSER IMMUNSYSTEM VERSTEHEN?

Einfach gesagt wird als “Immunsystem” unser biologisches Abwehrsystem bezeichnet, es ist sozusagen unsere innere Kraft, unser Schutzschild, welches unserem Körper ermöglicht, sich gegen eindringende Feinde zu wehren. Ein funktionierendes Immunsystem  ist effektiv “lebenswichtig, denn es hilft uns, gesund zu bleiben, oder bei Krankheit schnell wieder zu regenerieren. Unser Körper verfügt über zwei Abwehrsysteme. Das angeborene, unspezifische- Immunsystem und das erworbene,  spezifische Immunsystem.

Zu dem ersten Teil, das angeborene Immunsystem:

1) Die unspezifische Abwehr attackiert Krankheitserreger ganz allgemein, indem sie Fresszellen und Killerzellen auf diese hetzt. Deshalb wird deshalb auch als unspezifisches Abwehrsystem bezeichnet. Es arbeitet vor allem mit Immunzellen wie den „Fresszellen“ oder „Killerzellen“. Seine Hauptaufgabe ist es, Schadstoffe und schädliche Keime zu bekämpfen, die zum Beispiel über die Haut oder das Verdauungssystem in den Körper gelangen.

2) Die erworbenen Abwehrkräfte entstehen im Laufe des Lebens durch Erfahrung. Das Immunsystem ist sehr lernfähig. Es lernt zum Beispiel durch eine Infektion bestimmte Viren oder Bakterien kennen und bildet in der Folge Antikörper. Damit rüstet es sich auf, um gewappnet zu sein, wenn derselbe Erreger später einmal erneut angreift. Somit wird ein Krankmacher, der nochmals in unser Körper gelangt schneller erkannt und schneller angegriffen bevor er gegebenenfalls grossen Schaden anrichten kann. Das Immunsystem kann also mit einer “spezifischen Immunantwort” zurückschlagen.

Generell gilt die Gleichung: Ein starkes Immunsystem hilft, eine schlagkräftiger und schneller auf Krankheitserreger zu reagieren!

krankes Mädchen

Quelle: Pexels

Unser Immunsystem beinhaltet verschiedene Aktionsspektren, mit denen es Viren bekämpfen kann. Ich versuche, den Mechanismus mit einer Veranschaulichung zu erläutern:

Als erstes wären hier die Killerzellen zu nennen, sozusagen das Killerkommando. Die Killerzellen patrouillieren durch den Körper, suchen nach krankhaften Zellen und vernichten sie. 

Dabei dirigieren die T-Helferzellen die Abwehr mittels Botenstoffen. Diese Helferzellen sind dafür verantwortlich, dass Informationen zwischen den verschiedenen Abwehrzellen schnell und reibungslos übertragen werden

Zuletzt noch ein Wort zu den B- Lymphozyten. Diese fabrizieren Antikörper, welche gefährliche Eindringlinge wie Viren, Bakterien oder Pilze auflösen können. Dies kann allerdings einige Tage in Anspruch nehmen, meistens ca. 7 bis 10 Tage, was nicht zufällig an die Dauer einer typischen Infektion erinnert. 

Wir kennen das auch von einem normalen Schnupfen. Dieser kann erst dann abklingen, wenn genügend Antikörper gebildet worden sind, um den Erreger in den Griff zu bekommen.

ABWEHRTRUPPE:

  • Die Granulozyten und Makrophagen- auch Fresszellen genannt- attackieren jeden Keim und machen ihn unschädlich.
  • Friedenstauben: Die regulatorischen T-Zellen hindern die anderen Immunzellen daran, gesunde Zellen anzugreifen. 

Dies – wie gesagt – sehr vereinfacht erklärt. Selbstverständlich wirken zahlreiche weitere, komplexe Mechanismen innerhalb unseres Immunsystems.

3. WIE HÄNGT DER DARM MIT DEM IMMUNSYSTEM ZUSAMMEN?

Das ist in der Tat eines meiner Lieblingsthemen, mit welchem ich mich in der letzten Zeit sehr intensiv und sehr gerne auseinandersetze. 

Die Oberfläche unseres Darms ist riesig,  rund 400 Quadratmeter groß, und damit fast so groß wie ein Basketballfeld.

Ich mag den Gedanken, dass wir uns unseren Darm als Schnittstelle zwischen unserem Körper und unserer Umwelt betrachten. Es ist insofern die Schnittstelle, weil innerhalb des Darms entschieden wird, was in unseren Körper hinein gelangen darf, und was wieder ausgeschieden wird. 

Selbstverständlich ist der Darm damit auch eine sehr große Angriffsfläche für Bakterien, Viren und Co. Hier muss entschieden werden, welche Partikel und Substanzen durch die Darmwand in den Körper gelangen dürfen und was „draußen“ bleiben oder gar aktiv abgewehrt und bekämpft werden muss. Dieser Trennmechanismus ist eine sehr wichtige Funktion, ist die Darmwand beschädigt, kann es sein, dass unerwünschte Substanzen in den Blutkreislauf gelangen, was wiederum chronische Entzündungsprozess auslösen kann. In diesem Fall spricht man von einem Leaky Gut – ein sehr interessantes Thema für sich, welches wir einmal sep. behandeln sollten. 

Doch zurück zum Immunsystem. Die wenigsten Menschen wissen, dass sich über 70% aller Immunzellen im Dünn- und Dickdarm befinden. Das macht den Darm zu einem enorm wichtigen Teil unseres Immunsystems. 

Auch hier eine Schlüsselaussage:

Ist der Darm gesund, unsere Darmbarriere intakt, ist unser Körper besser gegen Krankheiten gewappnet.

Wenn’s läuft und brennt

Quelle: Pexels

Die Darmwand hat zum einen – wie bereits erwähnt – die Funktion der mechanischen Barriere. Doch schaut man etwas näher hin, erkennt man, dass die Darmwand auch eine Darmschleimhaut beinhaltet. In der Darmschleimhaut wiederum befindet sich das darmeigene Immunsystem.

GALT ist die Abkürzung für das sogenannte darmassoziierte Immunsystem – sie steht für gut-associated lymphoid tissue (darmassoziiertes lymphatisches Gewebe).

Das GALT befindet sich in der Darmschleimhaut und stellt die größte Ansammlung von Abwehrzellen im Körper dar. Die Aufgabe dieser Immunzellen ist es, unerwünschte Keime und körperfremde Stoffe zu bekämpfen.

Dies geschieht, indem die Produktion verschiedener Abwehrzellen angeregt wird, um die Eindringlinge zu bekämpfen. Zugleich muss das GALT aber zum Beispiel lebensnotwendige Nährstoffe und die Mikroorganismen der Darmflora tolerieren – es muss also unterscheiden können zwischen „gut“ und „schlecht“.

Damit diese komplexe Aufgabe – Toleranz gegenüber harmlosen „Freunden“, hartes Vorgehen gegen „Feinde“ – gut funktioniert, ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus verschiedenen Abwehrmechanismen notwendig – und dies 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche!

Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei das Lymphsystem, das die Darmzotten im Dünndarm durchzieht.

In kleinen Lymphknoten werden unter anderem die spezialisierten Immunzellen des Darms gespeichert. 

Schließlich möchte ich noch auf einen sehr intelligenten Prozess hinweisen; Das Lymphsystem verbindet das GALT mit dem restlichen Immunsystem und leitet Informationen der „Darmpolizei“ über Krankheitserreger und Fremdstoffe an alle Immunzellen weiter. Das bedeutet, das Darm-assoziierte Immunsystem ist immunologisch vernetzt mit anderen Schleimhäuten, z.B. Nasen-, Mund- oder Bronchialschleimhaut, und versorgt diese mit Antikörpern.

Somit erfüllt es eine wichtige Funktion für die gesamte körpereigene Abwehr. Sensationell, nicht wahr?

4. WARUM IST EINE GESUNDE DARMFLORA SO WICHTIG? WIE BAUE ICH SIE AUF?

WIE UNSERE DARMBAKTERIEN UNSERE ABWEHRKRAFT BEEINFLUSSEN

Ich denke wir haben verstanden, welche Rolle der Darm bezüglich unseres Immunsystems einnimmt.

Wenn unsere Darmflora, d.h. die Konstellation und Diversität der Darmbakterien, aus dem Gleichgewicht gerät, können die Schutzmechanismen nicht mehr uneingeschränkt arbeiten. Dies kann sich direkt durch eine erhöhte Infektanfälligkeit zeigen. Erkältungsviren, Durchfall-Erreger, Pilze und Co. haben dann leichtes Spiel. 

Der Grund: Unsere „guten“ Darmbakterien arbeiten kräftig mit, wenn es um die Abwehr von Krankheitserregern geht. Sie befinden sich in der Darmschleimhaut, stimulieren unser Immunsystem und halten es so ständig auf Trab.

Wir haben zuvor vom GALT gesprochen. Die Funktionsweise des GALT ist unter anderem stark von den Bakterien im Darm abhängig. Nützlichen Darmbakterien…

1) … verdrängen potenzielle Krankheitserreger und verhindern, dass sich schädliche Keime an die Darmwand heften (sog. Kolonisationsresistenz). Man kann sich das so vorstellen. Die gutartigen Darmbakterien konkurrieren mit Krankheitserregern um „Futter“ und Andock-Stationen an der Darmwand. Zusätzlich verbrauchen sie den Sauerstoff, den viele krankmachende Bakterien benötigen. Auf diese Weise kann das Vorhandensein von guten Darmbakterien verhindern, dass sich gefährliche Keime ausbreiten und den Darm überwuchern.

2) … trainieren unser Immunsystem rund um die Uhr. Das ist wichtig, denn schließlich muss unsere Abwehr ständig aufs Neue zwischen Freund und Feind unterscheiden – nützliche Darmbakterien und Nährstoffe sollen toleriert werden, Krankheitserreger hingegen müssen bekämpft werden. Scheitert dieses „Abwehr-Training“, kann es beispielsweise zu Allergien und Autoimmunerkrankungen kommen: Dann greift das Immunsystem eigentlich harmlose Substanzen (z. B. Inhaltsstoffe von Lebensmitteln) beziehungsweise körpereigene Strukturen an.

3) Einige unserer Darmbewohner produzieren antibakterielle Stoffe, die das Wachstum körperfremder Bakterien eindämmen. Laktobazillen und Bifidobakterien bilden beispielsweise Milchsäure. Diese senkt den pH-Wert im Darm ab, sodass ein saures, darmfreundliches Milieu entsteht.

4) Darmbakterien stellen kurzkettige Fettsäuren her. Diese haben eine schützende Wirkung auf die Darmwand, die dazu beiträgt, die sogenannte Darmbarriere zu erhalten.

5. WAS KANN ICH TUN, UM DAS IMMUNSYSTEM ZU STÄRKEN?

IMMUNSYSTEM STÄRKEN: SO GEHT‘S

Wenn der Großteil des Immunsystems im Darm sitzt, liegt es nahe, die Abwehrkräfte auch „aus dem Bauch heraus“ zu stärken. Aber wie genau geht das?

Immunsystem

Quelle: Pixabay

Abwechslungsreiche Ernährung:

Die Basis ist eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst. Mit den richtigen Vitalstoffen können Sie beispielsweise die Immunzellen im GALT unterstützen: Für die Bekämpfung von Krankheitserregern wird etwa verstärkt Vitamin C verbraucht. Denn es kann die freien Radikale abfangen, die dabei entstehen. Für die Produktion von Abwehrstoffen (Antikörper) benötigen unsere B-Lymphozyten Eisen und B-Vitamine. Und für die normale Funktion der T-Lymphozyten sind Zink und Selen von Bedeutung.

Ausreichend Bewegung:

Ob Joggen, Velofahren, Wandern, Spaziergänge ist eigentlich egal. Hauptsache man bewegt sich regelmässig an der frischen Luft. 

Genügend Schlaf:

Wer sich zu wenig Erholung gönnt und ein Bettschoner ist, schwächt seine Abwehrkräfte. mindestens 7 Stunden Schlaf pro Nacht sind daher ein absolutes Muss. Die optimale Schlafzimmertemperatur beträgt 17-18 Grad Celsius. 

Stress vermeiden:

Dauerstress greift neben Nerven auch die Gesundheit und das Immunsystem an. Darum die Hetzerei vermeiden und Ruhepausen einlegen.

Feuchte Schleimhäute:

Trockene Nasenschleimhäute bereiten Krankheitserregern den Weg. Eine gesunde Nasenschleimhaut dagegen kann Bakterien &Viren beseitigen. Raumluftfeuchtigkeit von 40- 60%.

Gurgeln:

Virenlast kann auch durch Gurgeln vermindert werden.

Warm- Kalt- Anwendungen:

Thermalbäder mit anschliessender kalter Dusche oder Aufenthalt in kühler Luft, Kneippen, Saunieren oder das Baden in kühlen Gewässern powern das Immunsystem auf. 

Optimismus:

Wer das halb volle und nicht das halb leere Glas sieht sowie möglichst viel lacht, tut seinem Körper Gutes. Optimistische Lebenseinstellung wirkt sich positiv auf die Organe, das Gehirn, die Stimmung, die Leistungsfähigkeit und die Abwehrkräfte aus. 

Toxine:

Menschen, die aufs Rauchen verzichten, nicht übermässig Alkohol trinken und Übergewicht reduzieren, helfen ihrem Organismus ebenfalls. 

Das Fieber:

Eine Körpertemperatur von 38.2 Grad Celsius bei einem Erwachsenen gilt als Fieber. Das ist zwar unangenehm, aber wichtiger, als sich viele Menschen bewusst sind.

Fieber ist eine Entzündungsreaktion aber es aktiviert auch die körpereigene Abwehr. Darum sollten Kranke das Fieber erst senken, wenn sie sich sehr krank fühlen oder Kreislaufprobleme auftreten. Fiebersenkende Massnahmen- egal ob Wadenwickel oder Medis- sollten erst bei über 39 Grad oder mehr empfohlen werden. Auch sollte das Fieber immer langsam gesenkt werden und nicht abrupt.

Gutes Bakterienfutter:

Präbiotika Zusätzlich können Sie Ihre Darmflora stärken, indem Sie die guten Darmbakterien „anfüttern“. Sie lieben lösliche Ballaststoffe, die zum Beispiel in Topinambur, Schwarzwurzeln oder Pastinaken stecken. Aber auch Hülsenfrüchte, Haferflocken und Roggen sind gutes Futter für unsere Darmbakterien.

Probiotika: Zusätzlich können geeignete Probiotika unsere natürliche Darmflora bei der Abwehr von Krankheitserregern und Fremdstoffen unterstützen und so die körpereigene Abwehr stärken. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Probiotika dabei als lebende Mikroorganismen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken, wenn sie in ausreichender Menge zugeführt werden.

Claudia-Patricia

Claudia-Patricia

Powerfrau mit Herz, Expertise und ausgeprägtem Sinn für Kundenservice. „Als studierte Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen blicke ich auf eine Expertise von über 20 Jahren im Health Care Management und Gesundheitswesen zurück. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und liebe es von ganzem Herzen, in einem gesunden Unternehmen wie der Arktis Biopharma zu arbeiten, dieses weiter mit aufzubauen und Kunden mit meiner Expertise beratend zur Seite zu stehen.

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