Kaum ist der Winter überstanden und die ersten Sonnenstrahlen erfreuen unser Gemüt, beginnt auch die Zeit, in der die Pollen wieder fliegen und der Heuschnupfen zur Last für Millionen von Menschen wird. Rote und triefende Nasen, verquollene Augen und ein permanentes Niesen sind die bekanntesten Begleiterscheinungen, wenn es um den Heuschnupfen geht. Gerne auch noch in Kombination mit Atemnot.

 

Ein Problem, dass immer mehr Menschen betrifft und das zu einer Zivilisationskrankheit geworden ist, die so stark unser Leben belasten kann, dass mit vielen Einschränkungen gerechnet werden muss. Diese Einschränkungen sind weder angenehm, noch machen sie das Leben so richtig lebenswert. Doch warum ist das eigentlich so? Warum reagieren wir auf Pollen so allergisch? Warum reizen sie unsere Nasen, unsere Augen und unsere anderen Schleimhäute? Und was kann verdammt noch mal dagegen getan werden? All dies und andere Dinge möchten wir an dieser Stelle einmal etwas näher betrachten. Damit die Pollen und der Heuschnupfen nicht zur Last werden, sondern mit Leichtigkeit genommen werden können.

 

Doch was ist Heuschnupfen eigentlich?

Um das Ganze etwas besser verstehen zu können, ist erst einmal wichtig, dass wir uns den Begriff „Heuschnupfen“ etwas genauer anschauen. Heuschnupfen – das Wort kennen wir alle. Dabei ist dieser Begriff medizinisch betrachtet gar nicht richtig. Sicherlich ist es möglich, dass wir eine Allergie gegen Heu haben. Aber Heuschnupfen ist damit nicht gemeint.Wenn wir von Heuschnupfen sprechen, dann sprechen wir von einer Pollenallergie. Daher müsste der Schnupfen eigentlich „Pollen Schnupfen“ heißen. Mediziner bezeichnen den Heuschnupfen als „Pollinosis“ oder aber als „allergische Rhinitis“. Klingt kompliziert, was dazu führt, dass wir im normalen Sprachgebrauch den Begriff Heuschnupfen nutzen.Der Heuschnupfen ist in der Regel nicht von Geburt an gegeben. Er entwickelt sich erst im Verlauf des Lebens.

 

Besonders im Schulalter aber auch bei jungen Erwachsenen treten erste Symptome für Heuschnupfen auf. Den Grundstein für diese Allergie legen aber schon die Eltern. Denn Allergien werden zum Großteil leider vererbt.Der Fachmann spricht dann von einer sogenannten „Allergiker Karriere“. Schon im Säuglingsalter können Allergien im Magen-Darm-Trakt auftreten. Viele Muttis kennen die „3-Monats-Koliken“, die bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten für viel Trubel sorgen. Es folgen dann Allergien in Form von Ekzemen, die mit circa einem Jahr ihre Blütezeit haben. Hautausschläge, Schuppenflechten und ähnliches sind dann ein großes Thema. Asthma beginnt mit etwa 3 Jahren. Im Anschluss folgt dann der Heuschnupfen, der meist im Schulalter oder halt auch bei jungen Erwachsenen besonders stark ausgeprägt ist.

Wenn wir den Heuschnupfen exakt einordnen wollen, dann handelt es sich dabei um eine Typ 1 Allergie. Diese Typ 1 Allergie hat ein genaues Schema, was den Ablauf und die Entwicklung der Allergie betrifft. So wird beim Erstkontakt mit den allergieauslösenden Pollen erstmal nichts weiter passieren. Zwar finden erste körperliche Reaktionen statt. Die merken wir aber noch nicht. Diese Phase der Allergie nennt der Fachmann „Sensibilisierungsphase“. Der Körper lernt den Eindringling kennen und merkt sich dessen Eiweißstrukturen. Kommt es dann zum einen erneuten Kontakt mit den Pollen, fängt der Körper an, auf diese zu reagieren. Er reagiert über. Er denkt sich, dass jemand in sein Immunsystem eingreift, der ganz schnell bekämpft werden muss. Die Allergene reagieren mit IgE-Antikörpern, die quasi als Schlüssel fungieren. Die Allergiezellen werden aufgeschlossen und es erfolgt eine Histaminausschüttung. Innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten kommt es dann zu den allseits bekannten Symptomen. Rote Augen, triefende Nasen, Atemnot, permanentes Niesen.

Das Histamin führt dabei zu verschiedenen Problemen. Die Bronchien kontrahieren, sodass Atemnot entsteht. Kleine Blutgefäße werden erweitert, was dazu führt, dass Rötungen rund um die Nase und die Augen auftreten. Sensible Nerven werden stimuliert, sodass ein Juckreiz folgt, der die Nase reizt und uns zum Niesen animiert. Da die Durchlässigkeit der Gefäße verstärkt wird, entstehen Schwellungen, Blasen und Ödeme. Ist das Histamin in zu großen Mengen vorhanden kann, kann es zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen. Die Folge daraus wäre ein allergischer Schock, der sogar lebensbedrohlich werden kann. All das klingt natürlich erstmal recht kompliziert und mitunter auch gefährlich. Doch wer seine Allergie kennt und wer weiß, wie er mit dem Heuschnupfen umzugehen hat, kann die gravierendsten Symptome gut kontrollieren. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass der Heuschnupfen nicht auf die leichte Schulter genommen wird und dass Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden. Doch warum kann sich das Immunsystem nicht alleine wehren?

Wie kommt es eigentlich, dass immer mehr Menschen Probleme mit Pollen und mit Heuschnupfen haben? Wenn wir an früher denken, dann sind uns wahrscheinlich nur wenige Menschen bekannt, die an Allergien gelitten haben. Und es ist richtig. Früher gab es weniger Allergiker, die unter anderem mit Heuschnupfen zu kämpfen hatten. Dafür hatten die Menschen viele andere Probleme. Sie hatten sehr oft Parasiten, wie Würmer, gegen die das Immunsystem kämpfen musste. Das Immunsystem hatte so viel zu tun, dass es gar keine Zeit hatte, eine Allergie zu entwickeln. In unserer heutigen Zeit ist das anders. Parasiten im Körper sind kein Thema mehr, sodass unserem Immunsystem im wahrsten Sinne des Wortes langweilig ist. Es weiß nicht so recht, was es mit seinem guten Zustand anfangen soll und denkt sich daher immer wieder neue Aufgaben aus. Schuld daran sind wir auch ein wenig selbst.

 

Wir sind überreinlich, desinfizieren und sterilisieren alles in unserem Leben und tun im Prinzip alles dafür, dass unser Immunsystem keine Arbeit hat. Denn wo kein Dreck und wo keine Bakterien und Viren sind, da ist auch keine Arbeit für das Immunsystem. Also sorgt das Immunsystem selbst für Arbeit, indem es sich eine Allergie ausdenkt. Aus diesem Grund lässt sich auch feststellen, dass beispielsweise Kinder, die in einer Stadt leben, viel häufiger Allergien haben als Kinder, die auf dem Land leben. Wer auf dem Land lebt und mit dem Land lebt, wird häufiger dreckig, spielt im Matsch und kommt vielmehr mit Tieren und deren Viren und Bakterien in Kontakt, als das bei Stadtkindern der Fall ist. Es ist also gar nicht so gut, dass wir uns vor allen möglichen Erregern schützen. Viel besser wäre es, wenn wir unser Immunsystem beschäftigen, damit es nicht auf so dumme Ideen kommt und uns unnötige Allergien beschert. Kommt dann noch hinzu, dass die Eltern des Kindes bereits eine Vorerkrankung mitbringen und diese entsprechend vererben, es ist eigentlich kaum abzuwenden, dass eine Allergie entsteht. Denn die Voraussetzungen für diese Entstehung sind beim entsprechenden Kind mehr als gut

Der Ärger mit den Allergien

Heuschnupfen an sich ist schon eine Plage. Die Nase tropft, die Augen jucken und wenn dann noch Atemnot hinzukommt, ist der Sommer eigentlich schon gelaufen. Überall muss man sich vorsehen und muss schauen, dass man nicht zu sehr mit Pollen und Blüten in Kontakt kommt. Doch Heuschnupfen alleine reicht dem Immunsystem mitunter nicht aus. Es sorgt für Kreuzallergien, bei denen zum Heuschnupfen noch Allergien auf Birkenpollen oder Beifuß hinzukommen. Gerne auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die dafür sorgen, dass unser Immunsystem wirklich genug zu tun hat. Wer von diesem Kreuzallergien betroffen ist, muss natürlich besonders aufpassen und muss schauen, dass neben dem Heuschnupfen, der an sich saisonal bedingt ist, die anderen Allergien ebenfalls gut kontrolliert werden können. Auch Reaktionen auf Tierhaare, Hausstaubmilben und andere Allergene sind bei Heuschnupfen sehr oft vertreten und sorgen dafür, dass ganzjährig das Immunsystem arbeiten muss. Um genau herauszubekommen, welche Allergien vorhanden sind, kann im Labor ein Inhalationsscreen gemacht werden. So wird festgestellt, welche Allergien genau vorliegen und in welcher Intensität diese gegeben sind.

Was kann getan werden?

Niemand mag Allergien. Egal ob es sich um Heuschnupfen, Tierhaare, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Pollenallergien handelt. Daher ist es wichtig, dass unter anderem die Schulmedizin befragt wird, um die Allergien in Griff zu bekommen. Innerhalb der Schulmedizin werden H1 Antihistamine, Cortison und Bronchodilatoren eingesetzt, um die Allergien einzudämmen. Beliebt ist auch die sogenannte Desensibilisierungstherapie. Hierbei wird dem Betroffenen das Allergen, auf das der Körper reagiert, in kleinen Dosen gespritzt. So hat der Körper die Möglichkeit, sich an das Allergen zu gewöhnen. Das Problem dabei ist, dass solche Desensibilisierungstherapien über einen langen Zeitraum durchgeführt werden müssen. Außerdem kann es sein, dass selbst die kleinsten Dosen zu lebensbedrohlichen Situationen führen können.

Je nachdem, wie ausgeprägt die Allergie ist und welche Wirkungen der Körper erzeugt. Nachteilig ist auch, dass bei einer solchen Desensibilisierung immer nur ein Allergen berücksichtigt werden kann. Besonders bei Kreuzallergien sorgt das somit nicht dafür, dass die grundsätzliche Problematik beseitigt wird. Nämlich die Allergien. Es wird nur eine Allergie bekämpft, und das mitunter über viele Jahre.Sinnvoller kann es dabei daher sein, wenn das Immunsystem umgepolt wird. Möglich ist das beispielsweise, wenn eine Eigenbluttherapie durchgeführt wird. Das Immunsystem erhält dabei einen anderen Reiz und eine neue Aufgabe. Es vergisst langfristig betrachtet die Allergien.

Auch Spurenelemente wie Vitamin C, Vitamin B6, Zink, Magnesium, Calcium oder Methionin helfen dabei, dass das Immunsystem besser mit der Allergie umgehen kann. Einige dieser genannten Wirkstoffe und Präparate stabilisieren die Allergiezellen, damit diese nicht so schnell das Histamin ausschütten können. Zink und Vitamin B6 wirken zusätzlich auf das Enzym ein, welches das Histamin wieder abbauen soll. Da ein Großteil des Immunsystems im Darm sitzt, es ist zusätzlich sinnvoll, genau diesen Darm zu stabilisieren. Besonders erfolgreich sind dabei Präparate wie Colostrum, L-Glutamin und Stresscompens.

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Augentrost – der Name verrät es bereits – hilft bei tränenden und juckenden Augen. Außerdem ist es möglich, dass zur Linderung der Probleme in der Nase morgens und abends die Nase mit Meersalz gespült wird. Damit die Pollenbelastung so gering wie möglich ist, müssen diverse Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Wer auf dem Land lebt, sollte erst am Abend die Wohnung oder das Haus kräftig durchlüften. Die beste Zeit dafür ist zwischen 19 Uhr und 24 Uhr, da dann die Pollenkonzentration am niedrigsten ist. Am höchsten ist sie auf dem Land am Morgen. Vielleicht ist es auch möglich, die Fenster zusätzlich mit Pollenschutzgittern zu versehen. Diese gibt es zum Zuschneiden für nahezu jede Fenstergröße.

Die Pollen werden dann zum großen Teil gefiltert und kommen gar nicht erst in das Innere des Hauses oder der Wohnung. So kann zumindest ein Teil der Pollen aussortiert werden. Trotzdem befinden sich auch viele Pollen auf der Kleidung, die wir tragen und die optimale Bedingungen für Pollen bildet, da die Kleidung meist etwas rauer ist und die Pollen sich daran gut festhalten können. Wer nach Hause kommt, sollte daher möglichst sofort die Sachen wechseln und die Straßenkleidung in einem Beutel oder in einem Schrank lagern. Werden frische Sachen zu Hause angezogen, kann davon ausgegangen werden, dass diese Sachen pollenfrei sind und das Durchatmen besser gelingt. Zudem sollten die Sachen außerhalb des Schlafzimmers gelagert werden. Und ein Duschen und Haarewaschen am Abend vor dem Schlafengehen sorgen dafür, dass ein ruhiger Schlaf gewährleistet werden kann.

Übrigens: In der Stadt ist es mit dem Lüften genau umgekehrt. Hier lohnt es, in den Morgenstunden zwischen 6 Uhr und 8 Uhr kräftig zu lüften, da während dieser Zeit die Pollenbelastung am geringsten ist. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, wenn der Pollenkalender oder die Pollenvorhersage besonders hohe Pollenbelastungenvorhersagen. Außerdem sollte die Körperbelastung an diesen Tagen so gering wie möglich gehalten werden. Sport sollte also nicht im Freien betrieben werden und auch andere körperliche Tätigkeiten an der frischen Luft sollten eingeschränkt werden.Ein kurzer aber kräftiger Regenschauer kann für viele Pollengeplagte eine große Befreiung sein. Denn der Regen sorgt dafür, dass die Pollen zumindest kurzfristig erst mal reduziert werden, da der Regen diese von den Blättern und anderen Ablagen abwäscht und dadurch ein besseres Durchatmen möglich ist.

Doch am allerbesten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu einer Allergie kommt. Wenn die Pollen und der Heuschnupfen gar nicht erst auftreten und wenn wir und auch andere uns von diesen unnötigen Plagen und Querelen befreien könnten. Dafür ist es wichtig, dass wir schon von Kindesbeinen an nicht in einen Sauberkeitsfanatismus verfallen. Es muss nicht alles desinfiziert werden und es muss nicht alles staub- und krümelfrei sein. Kinder dürfen sich auch mal dreckig machen und sollen lernen, dass es nicht zwingend notwendig ist, immer und überall tadellos sauber sein zu müssen. Wir müssen unserem Immunsystem eine Aufgabe geben, damit es sich nicht mit unnötigen und lästigen Allergien beschäftigen muss und uns damit ärgert.

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