Ich packe meine Koffer und nehme mit… die etwas andere Reiseapotheke

Endlich ist wieder Sommer und der Urlaub steht kurz bevor. Was du so alles an Kleidung und Utensilien braucht, hängt sehr vom Reiseziel ab. Aber was packt du am besten in eine Reiseapotheke, so dass du für möglichst viele Eventualitäten gerüstet bist? Denn Schnupfen kannst du dir sowohl in Thailand als auch in Island holen und Blasen kann man sich nicht nur beim Wandern in den Bergen sondern auch in Flipflops am Strand laufen. Also allzeit bereit heißt die Devise. Sicherlich gibt es Dinge, die man bei dem einen Urlaub eher gebrauchen kann, als bei einem anderen. Aber ich habe mal versucht, so viele Probleme mit abzudecken, wie möglich. Und das, wie soll es anders sein, mit möglichst „alternativen“ Präparaten und Möglichkeiten. Dies ist die etwas andere Reiseapotheke….

Drogenschmuggelalarm

Grundsätzlich solltest du das Packen deiner Reiseapotheke, je nach Land, an die Sicherheitsbestimmungen der Fluggesellschaften und vor allem an die dortigen Gesetze anpassen. Denn nicht alles, was hier als Nahrungsergänzungsmittel oder ähnlich unproblematisch gilt, wird dort genauso deklariert!!! Und wir wollen ja alle nicht, dass dein Urlaub wegen einer eigentlich „harmlosen“ Substanz wegen Drogenschmuggels im Gefängnis endet! Also bitte ganz wichtig: vor dem Packen abklären, was erlaubt ist und was lieber zu Hause bleiben sollte!!! Lieber ein Medikament und dafür ein Missverständnis weniger, als Handschellen ;-P

Das nächste was du dir überlegen solltest, ist die Lagerung und der Transport der Medikamente. Die meisten Präparate überstehen kurze Hitzeeinwirkungen, aber eine langfristige Sonneneinstrahlung wie aber auch sehr niedrige Temperaturen können die Haltbarkeit beeinflussen. Auch vor Bruch und anderen Beschädigungen sollte deine Reiseapotheke geschützt sein. Daher ist es ratsam eine gepolsterte Tasche (ggf. ein Kühltasche) zu verwenden.

 

Alleskönner nehmen wenig Platz ein und sind vielseitig einsetzbar

Da du ja, gerade wenn du fliegst, in der Regel nicht so viel mitnehmen möchtest, eignen sich natürlich Präparate, die man möglichst vielseitig einsetzen kann.

Ein solcher Allrounder ist das Vitamin D-Öl. Da es eh zu deiner „Grundausstattung“ zu Hause gehört, hast du es sicherlich eh im Schrank (hüstel! Ich hoffe, dass auch der Letzte mittlerweile mitbekommen hat, wie wichtig Vitamin D ist 😉 ) Du kannst das Öl in einem kleinen Fläschchen mitnehmen, oder aber – und das finde ich für Reisen fast praktischer – als Kapseln. Vitamin D??? Für was brauche ich das denn im Urlaub, wirst du dich nun sicherlich fragen. Für mehreres!

Zum einen solltest du bereits im Optimalfall schon einige Zeit Vitamin D zu dir nehmen. Das bereitet deine Haut auf die vermehrte Sonneneinstrahlung vor und schützt dich (zumindest zu einem gewissen Grad) gegen Sonnenbrand. Zudem stärkt es deine Abwehrkräfte und lässt dich Jetlag, Klimaanlagen und überhaupt andere, fremde Umgebungen mit fremden Keimen besser wegstecken. Aber das ist noch lange nicht alles, was Vitamin D kann!!!

Wenn du Wunden, entzündete Stellen oder Blasen hast, öffne vorsichtig die Kapseln und träufle den Inhalt darauf. Es wird die Wundheilung deutlich beschleunigen! Kapseln sind hier dem Öl aus Flaschen insofern überlegen, als das sie recht steril sind und keine Keime mit in die Wunde bringen. Das Ölfläschchen würde ich auf offenen Wunden nicht anwenden (höchstens, wenn du es ganz neu aufgemacht hast).

Auch auf Herpesbläschen, die ja gerne bei Stress (und eine Flugreise ist extremer Stress für den Körper) auftreten, kann das Vitamin D unter Umständen Wunder bewirken.

Und, und das ist nun mal wieder eher ein Frauenproblem, auch bei Scheidenpilz kann ein mit Vitamin D-Öl getränkter Tampon zur Heilung beitragen. Das gilt übrigens auch, fällt mir gerade ein, bei Fußpilz, den man sich ja auch gerne mal in Freibändern oder so holt. Du siehst also, was für ein vielseitiges Wundermittelchen Vitamin D Öl ist und daher, meiner Meinung nach, auf jeden Fall in eine Reiseapotheke gehört!

 

Das nächste Präparat, dass ich dir dringend empfehlen würde einzupacken, ist Arktibiotic akut. Arktibiotic Akut ist eigentlich speziell für den Einsatz während und nach einer Antibiotika- Therapie entwickelt worden, denn Saccharomyces boulardii gilt als effektives Mittel bei Durchfall. Aber auch zur Vorbeugung! Somit ist Arktibiotic Akut ideal zur Vorbeugung von Durchfall auf Reisen in ferne Länder. Wenn du dich über dieses Thema genauer informieren möchtest, lies doch meinen Artikel „fremde Länder – fremde Keime“ =)

Vitamin C und Lysin sind ebenfalls wichtige Begleiter, die niemals fehlen sollten. Bei allen Arten von viralen Problematiken (ob das nun Erkältungen, Durchfälle oder eben besagter Herpes ist) können sie zum Einsatz kommen und dein Immunsystem boosten.

Globuli – die Superkügelchen mit den Superkräften

Ich bin keine Homöopatin und kenne mich, da es riiiiiiiiiiesiges komplexes Feld ist, nicht sonderlich gut aus, aber es gibt „Standartmittel“, die häufig sehr gute Dienste leisten und daher ebenfalls eingepackt werden sollten. Zudem haben sie den Vorteil, dass du sie in kleine Röhrchen umfüllen und somit sehr platzsparend transportiert kannst und zudem bei Kind, Erwachsenem, Hund oder was noch so mitreist, gleichermaßen angewendet werden können (lediglich die Dosierung ist ggf. anzupassen). Zu diesen Standartmitteln gehören:

Aconitum D12, der Sturmhut: wie der Name schon hergibt, wird dieses Mittel bei allem was plötzlich eintritt eingesetzt wie Fieber, Unruhe, Herzklopfen, am Anfang einer Erkältung (z.B. durch Klimaanlagen oder einem Zug), bei plötzlich auftretenden, unerträglich brennenden Schmerzen beim Wasserlassen oder anderen akuten entzündlichen Geschehen. Zudem kann Aconitum bei allen Unfällen und Schockzuständen aber auch bei Sonnenstichen helfen.

Apis mellifica D12, die Honigbiene: hilft bei Stichen, Quallenkontakten, Sonnenallergie und Stich-ähnlichen Entzündungsprozessen. Sobald die Haut stark anschwillt, juckt, brennt und / oder schmerzt ist Apis das Mittel der Wahl.

Arnica montana C30 (Bergwohlverleih) ist wohl das bekannteste homöopathische Kügelchen und ein echter Allrounder. Ob blaue Flecke, Schürfwunden, Prellungen oder Quetschungen oder anderen Verletzungen, Arnica heilt alles im nu. Selbst bei Zahnschmerzen, Entzündungen und Muskelkater kann es eingesetzt werden und gehört somit zu den absoluten Must-Have.

Belladonna ist ebenfalls ein Alleskönner und kann sowohl bei Sonnenstichen oder Mittelohrentzündungen als auch bei plötzlichen, heftigen krampfartigen (Bauch)Schmerzen und bei Blasenentzündungen Abhilfe leisten.

Chamomilla würde ich vor allem Eltern mit Babys empfehlen einzupacken, denn es ist ein Supermittel bei Zahnungsbeschwerden. Und was gibt es schlimmeres, als wenn gerade im Urlaub der kleine Wurm vor lauter Schmerzen nur weint und die Nerven, anstatt sich zu erholen, komplett blank liegen? Weiter hilft Chamomilla auch bei Ohrenschmerzen /-entzündungen, Durchfall, der beim  Zahnen auftritt und grünlich-schleimiger aussieht und Blähungskoliken.

Cocculus sollte in keiner Reiseapotheke fehlen, denn es ist das Mittel der Wahl bei Reisekrankheit und Jetlag und hilft bei Schwindel, Schwäche und Übelkeit.

Immer in meiner Reiseapotheke befindet sich Euphrasia – der Augentrost. Auch hier ist bereits der Name Programm und kann bei allen Augenproblemen verwendet werden. Allerdings in diesem Fall nicht als Globuli sondern als Dilution in kleinen Plastikampullen mit je 0,5ml, so dass man bequem bei Bindehautentzündungen, Gerstenkorn, trockenen Schleimhäuten oder ähnlichem die Tropfen ins Auge geben kann.

Nux vomica D12, die Brechnuss, ist ein Super-Mittelchen für alle Partywütigen =), denn es hilft den Kater zu vertreiben. Kann aber auch bei allen anderen Arten von Magenschmerzen, Übelkeiten, verdorbenem Magen, Völlegefühl und anderen Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden.

Okoubaka D3 kann Arktibiotic Akut bei akuten Durchfällen und sogar auch schon in deren Prävention perfekt ergänzen, kann aber auch die Folgen von einer ungewohnten fremden Ernährung abfedern.

 

 

Alternative für alle, die nicht an Homöopathie glauben

Falls du nicht so an Homöopathie glaubst, könntest du auch auf verschiedene Öle zurückgreifen:

Pfefferminzöl hilft nicht nur bei Kopf- und Muskelschmerzen und macht die Nase frei, sondern kann auch bei Magen-Darm-Beschwerden, krampfartigen Beschwerden und Übelkeit, bei Verletzungen im Mundraum, bei Juckreiz und Kreislaufbeschwerden angewendet werden.

Auch Lavendelöl nimmt den Juckreiz bei Insektenstichen, kann auf die Stirn gerieben Kopfschmerzen lindern und, auf ein Wattebausch geträufelt und in den Gehörgang gegeben, auch bei Ohrenschmerzen helfen.

Apropos Ohrenschmerzen: weißt du noch, was Oma damals dagegen in ihrer Hausapotheke hatte? Zwiebelsäckchen! Zwiebeln helfen aber auch bei anderen Problemen (zum Beispiel bei Mückenstichen) und sind (fast) überall auf der Welt zu erhalten, du musst also keine einstecken ;-). Will sagen: falls du doch was vergessen haben solltest, versuche dich an die guten alten Hausmittelchen zu erinnern! Ob Wadenwickel bei Fieber, Kartoffelwickel bei Husten, Inhalieren von Salzwasserdampf bei verstopfter Nase, geriebene Äpfel bei Durchfall, Petersilie und Apfelessig bei Blähungen, fast gegen jedes Problem ist ein Kraut gewachsen.

Trotz aller Wundermittel die unsere fantastische Natur für uns bereithält, würde ich zu Not doch noch ein paar schulmedizinische Präparate zur Hand haben. Dazu gehören mindestens mal ein Schmerzmittel, abschwellendes Nasenspray und Desinfektionsmittel.

An was du noch denken solltest:

Des Weiteren würde ich, gerade bei Reisen mit Kindern, ein digitales Fieberthermometer, Verbandmaterialien (wie mindestens je eine Mullbinden, einen Wundschnellverband, eine sterile Kompresse und Pflaster), eine Pinzette und eine Schere (Achtung! Nicht im Handgepäck) einstecken.

Wichtig ist, dass du natürlich an alle deine dauerhaft individuell benötigten Medikamente in ausreichender Menge denkst!!! Hierbei solltest du dich bei Reisen mit Zeitverschiebungen nicht nach der neuen Uhrzeit richten, sondern deine „normalen“ Zeitabstände zwischen den Einnahmen einhalten. Damit meine ich: wenn du deine Tabletten immer abends vor dem Schlafen einnimmst, musst du die Zeitumstellung berücksichtigen und sie während deines Urlaubs eben zum Beispiel dann immer nachmittags nehmen.  Je nach Flugdauer solltest du dir eine oder zwei Tabletten auch ins Handgepäck einstecken, damit du sie auch während des Flugs nehmen kannst. Gegebenenfalls ist für den Transport hierbei ein ärztlicher Nachweis notwendig. Ich sag nur: unnötige Handschellen 😉

Zum guten Schluss noch ein paar weitere Tipps: je nach Reiseziel solltest du vielleicht auch ein Moskitonetz, Insektenschutzmittel  (kann man auch sehr gut aus Neem- und Teebaumöl herstellen), Sonnenschutzmittel und Hautpflege nach dem Sonnenbad (zum Beispiel Kokosöl), eine Ersatzbrille und ggf. auch Kondome in deinen Koffer packen =)

 

So, das hört sich nun nach unheimlich viel Zeug an, aber so viel war es eigentlich gar nicht:

Ein paar Kapseln Vitamin D-Öl und Arktibiotic Akut, 9 kleine Röhrchen mit verschiedenen homöopathischen Globuli, 5 kleine Plastikampullen mit Euphrasia, 2 Ölfläschen, Schmerzmittel, Nasenspray, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer, Verbandmaterialen und deine Standartmedikamente. Alles gut in einer kleinen Tasche unterzubringen und hilfreich bei Unmengen an möglichen Beschwerden!!!

Natürlich wäre es am besten, du brauchst nix davon und kannst deinen Urlaub in vollen Zügen genießen!!! Also: einen wunderschönen Sommer und viele tolle Eindrücke, wo auch immer es dich hintreibt =)

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