Jeden Tag erreichen uns E-Mails mit Tipps zur Stärkung des Immunsystems. Das ist auch gut und wichtig, denn unser Immunsystem ist unser machtvollster Schutz vor Krankheit. Das ist ein großes Glück, denn derzeit haben wir nichts anderes, das dem Virus wirksam die Stirn bietet. Für die Abwehrkräfte brauchen wir Vitamine, Mineralien und Pflanzennährstoffe aus echtem Essen. Was das Immunsystem aber auch braucht, ist unsere mentale Kraft.

Wir erleben gerade etwas, das die Welt noch nicht gesehen hat. Selbst die unter uns mit einem ansonsten stabilen Seelenkostüm erleben jetzt Momente der Angst – vor Ansteckung und Krankheit, vor Einsamkeit, vor Verlust, vor dem finanziellen Ruin. Zu allem Überfluss sitzen wir auch noch den ganzen Tag zu Hause, und nicht jeder kann sich dort mit Arbeit die Zeit vertreiben. Andere wiederum müssen nicht nur arbeiten, sondern nebenbei auch noch ihren Kindern die Schule ersetzen, Lernstoff vermitteln und für Abwechslung sorgen. Das Stresslevel ist hoch. Stress ist Gift für den Körper und die Seele. Nie war es wichtiger als jetzt, Stress zu minimieren und unter Kontrolle zu bringen.

Für mentale Gesundheit benötigen wir soziale Kontakte, Nähe und Zusammenhalt, Freude, Spaß und Lachen und kognitive Stimulation. Nur allein vor der Flimmerkiste zu sitzen ist kontraproduktiv – aber leider bleibt vielen von uns gar nichts anderes übrig. Oder?

Gril walking in the forest

Das soziale Leben ist vollständig zum Erliegen gekommen. Aber noch dürfen wir nach draußen – solange wir uns an die Regeln halten. Sowohl unser Geist als auch unser Körper brauchen nach dem langen Winter Sonne auf unserer Haut, um unseren Vitamin-D-Spiegel wieder anzuheben. Wir brauchen Licht und frische Luft, und endlich, endlich ist auch Frühling! Bewegung – ganz besonders an der frischen Luft – ist eine der kraftvollsten stresslindernden Maßnahmen. Noch dürfen wir spazieren gehen, joggen und den Hund ausführen. Wer hätte gedacht, dass diese kleinen Freiheiten einmal ein kostbares Gut sein würden? Es ist deshalb für uns alle – alle! – ungemein wichtig, dass jeder die Regeln befolgt und sich von anderen fernhält, sonst hat die Regierung am Ende keine andere Wahl als uns den Ausgang ganz zu verbieten.

Wir wissen schon, dass es leichter gesagt sein mag als getan aber: Macht euch keine Sorgen! (1) Forschungen haben ergeben, dass Sorgen die Stressreaktion des Körpers in der gleichen Weise stimulieren wie er das täte, wenn das, worüber wir uns sorgen, tatsächlich einträte. Wir sagen nicht, dass es derzeit keinen Grund zur Sorge gibt. Es ist nur so, das Sorgenmachen die Lage nicht verbessert und absolut nichts beiträgt. Außer mehr Stress. Lenkt euch ab. Lest ein Buch. Schaut eine Filmkomödie an. Staubt die Gesellschaftsspiele ab. Schreibt den Roman, den ihr schon so lange auf Papier bringen wollt.

Phone a friend note

Obwohl es in dieser Zeit viel und berechtigten Grund zu klagen gibt, dürfen wir auch nicht vergessen, dankbar zu sein. Dankbarkeit ist immer – nicht nur in schlechten Zeiten – ein unerlässliches Werkzeug für Stressreduktion (2), mentale Gesundheit und Zufriedenheit. Dankbarkeit wofür?

Die meisten unter uns haben ein Dach über dem Kopf, Heizung und Beleuchtung. Das ist nicht unbedingt jedem gegeben. Wir haben genug zu essen – oder hätten, wenn die Menschen endlich aufhören würden zu hamstern und auch noch etwas übrige ließen für die, die nicht genug Geld dazu haben oder kein Auto, um große Mengen nach Hause zu schaffen oder keine Zeit zum Einkaufen, weil sie von früh bis spät im Krankenhaus sind und ihren Patienten helfen.

Wir haben das Internet – was für sein Segen! Wenn auch die sozialen Medien oftmals noch zur Steigerung der Angst beitragen, so macht uns das Internet trotzdem das Leben in dieser Zeit in erheblichem Maße leichter. Dank Internet können viele Menschen trotzdem weiterarbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen. Dank Internet können wir trotzdem mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben. Dank Internet können wir Filme ausleihen, ohne in die Videothek zu müssen und Bücher, ohne in die Leihbücherei zu gehen. Wir können Lebensmittel und Mahlzeiten online bestellen. Wir können Kurse belegen, Lehrer können Kinder unterrichten und Professoren ihre Studenten. Ohne Internet wären wir jetzt noch viel, viel schlechter dran.

Bei allem Elend beschert uns die Corona-Krise auch eine neue Perspektive auf das, was wirklich zählt. Es zeigt sich, wer die wahren Helden sind, wenn es drauf ankommt: Das ist das medizinische Personal, Forscherinnen, Erntehelfer, Verkäuferinnen, Kassierer, Reinigungspersonal und LKW-Fahrer, ohne die wir aufgeschmissen wären. Es sind nicht Influencer, YouTuber, Hollywood-Schauspieler und Reality-TV-Sternchen. Die Krise zeigt uns ganz klar, wem wir dankbar sein müssen (und wem nicht).

Auch Teilen macht glücklich. (3) Es mag einem so vorkommen, dass das, was man derzeit für seinen Seelenfrieden und mentale Stabilität braucht, ein Vorrat von Toilettenpapier und Dosenravioli für die nächsten fünf Jahre ist. Auch die Hamsterer wollen ja nur sich selbst und ihre Familie in Sicherheit wissen und sich keine Sorgen machen müssen. Es ist aber erwiesen, dass – tatsächlich – geben seliger ist denn nehmen. Anderen etwas übriglassen, teilen und schenken sind nicht wirklich selbstlos, sondern wir selbst erhalten im Gegenzug das Geschenk von Glück und Zufriedenheit.

Es ist nicht alles schwarz und elend. Alles – sogar diese schreckliche Pandemie – hat auch seine guten Seiten. Wenn die Pandemie vorbei ist, wird die Welt nicht mehr dieselbe sein. Schon jetzt – nach nur wenigen Wochen reduzierter menschlicher Aktivität – haben sich Luft- und Wasserqualität erheblich verbessert. Es gibt Hoffnung, dass sich der Klimawandel vielleicht doch noch abwenden lässt. Selbstverständlich werden wir nicht für immer zu Hause bleiben, aber es bleibt die Hoffnung, dass Unternehmen und Individuen aus dieser Erfahrung ein paar Lehren ziehen. Vielleicht muss nicht jedes Business-Meeting in Person stattfinden. Vielleicht kann Home Office zumindest für die, die es wollen und brauchen, grundsätzlich eine Option sein. Vielleicht können wir uns vorstellen, öfter Urlaub vor der Haustür zu machen, denn während wir uns vor einer Woche noch aufgeregt haben, dass wir nicht auf die Malediven dürfen, wären wir jetzt froh, wenn wir nur an den Bodensee könnten.

Nimm dir einmal Zettel und Stift und mache eine Liste all der positiven Dinge, die die jetzige Lage für dich bringt. Wir garantieren dir: Dir wird etwas einfallen. Du kommst endlich dazu, Unkraut zu jäten oder den Pullover zu Ende zu stricken, den du im Oktober angefangen hattest. Du hast jetzt Zeit, deine Online-Fortbildung zu beenden. Du verbringst mehr Zeit mit deinen Kindern (und weniger Zeit mit deiner Schwiegermutter). Draußen ist mehr Ruhe. Du kannst länger schlafen und wenn du willst auch im Schlafanzug arbeiten. Uns nur leid zu tun dient uns in keiner Weise. Die Vorteile finden – egal wie klein sie auch sein mögen – ist jedoch wertvoll.

In unserem Newsletter in dieser Woche erfährst du, mit welchen Nährstoffen du deine mentale Gesundheit fördern kannst. Es ist noch nicht zu spät, ihn zu abonnieren. Du kannst dich gleich hier auf unserer Homepage anmelden.

(1) Brosschota JF, Gerin W, Thayer JF (2006): The perseverative cognition hypothesis: A review of worry, prolonged stress-related physiological activation, and health. Journal of Psychosomatic Research. Feb 2006, 60:2:113-124.

(2) Tsang JA (2006): Gratitude and prosocial behaviour: An experimental test of gratitude. Cognition and Emotion. 2006, 20 (1), 138-148.

(3) Post SG (2005): Altruism, Happiness, and Health: It’s Good to Be Good. International Journal of Behavioral Medicine. 2005, 12:2:66–77.

 

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