Darm-Hirn-Achse – Hörst du auf deinen Bauch?

 

Bist du auch ein Bauchmensch? Wenn nicht, solltest du dringend lernen, auf deinen Bauch zu hören. Er hat dir viel mitzuteilen! Denn in deinem Darm sitzt quasi dein zweites Gehirn.

Trotz der rein optischen großen Entfernung, hängen Darm und Kopf ganz, ganz eng zusammen. Deswegen nennt man das auch in schlau: Gut-Brain-Axis oder in Deutsch: Darm-Hirn-Achse. Entlang dieser Achse tauschen die beiden sich über Hormone, über Nerven und über das Immunsystem Informationen aus. Sie reden also miteinander. Und das merkt man manchmal.

Nicht umsonst gibt es solche Sprichwörter wie „Schmetterling im Bauch“ oder „auf das Bauchgefühl hören“.

Du wirst jetzt vielleicht denken: „ok, dass mein Gehirn meinen Darm mitsteuert ist mir schon klar.“ Aber wusstest du, dass vor allem auch dein Darm deinem Gehirn Anweisungen erteilt? Und das nicht zu knapp! Zum Beispiel befinden sich sage und schreibe ca. 100 Millionen Nervenzellen in deinem Darm!!! Sie bilden zusammen das enterische Nervensystem und senden über Nervenfasern des größten Nervs des Parasympatikus Informationen vom Darm zum Gehirn! Der Vagusnerv (so heißt dieser große Nerv) dient also quasi als Datenautobahn. Der Parasympatikus ist wiederum einer der wichtigsten Steuersysteme deines Körpers um sich zu erholen bzw. zur Ruhe zu kommen. Der Darm hat also eigentlich viel mit Stressbewältigung zu tun. Gerade in der heutigen Zeit, wo Stress unseren Alltag bestimmt, kommt die Erholung jedoch viel zu kurz. Mit verschiedenen Folgen, vor allem auch für den Darm und unsere Gefühle…

Stress schlägt auf den Bauch … und aufs Gemüt

Wahrscheinlich kennt das fast jeder: du hast eine Prüfung oder einen anderen ganz wichtigen Termin. Du bist total aufgeregt und angespannt und dann, meist sogar im unpassendsten Moment, musst du auf Toilette. Und dort ist das Ergebnis dann auch noch alles andere als fest und mit viel Wind begleitet. Aber warum ist das eigentlich so?

Die Stresshormone, die zu einem solchen Zeitpunkt ausgeschüttet werden, haben einen großen Einfluss auf deinen Darm. In einem Stressmoment, der früher eine Flucht- oder Kampfsituation eingeläutet hat, werden alle Sinne und Kräfte benötigt. Dein Herz, deine Lunge und deine Muskeln benötigen alle Energiereserven, die du irgendwo zusammenziehen kannst. Aus diesem Grund wird unter anderem der Magen und Darm kurzfristig unterversorgt. Da dort jedoch unter Umständen noch Nahrung verweilt, führt das zu Übelkeit. Und wenn es ganz dumm läuft, möchte der Körper die Reste schnell noch „vor dem Kampf“ loswerden und du erbrichst dich oder hast eben Durchfall.

 

Darm-(Hirn-)Mangelversorgung – ein Problem, dass sich auf alle Bereiche deines Körpers auswirkt

Durch den negativen Einfluss des Dauerstresses, aber auch durch Entzündungen (die eigentlich auch ein Dauerstress für deinen Körper darstellen und somit zu den gleichen Problemen führen) und verschiedenen Darmstörungen werden immer weniger kurzkettige Fettsäuren produziert. Diese kurzkettigen Fettsäuren, allen voran Butyrat, schützen im Normalfall deine Schleimhäute. Sie wirken entzündungshemmend und versorgen deinen Darm aber auch dein Gehirn mit Energie. Fehlen diese kurzkettigen Fettsäuren kommt es also zu Schleimhautschäden, Entzündungen und Energiemangel.

Auch die Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen, die das Gehirn und die Botenstoffe benötigen, ist von deinem Darm abhängig. Ist dein Darm nicht in Ordnung, ist häufig die Aufnahme von vielen Stoffen eingeschränkt. Kurzfristig ist das kein so großes Problem, denn das meiste speicherst du in kleineren Mengen, so dass du solche kurzen „Durststrecken“ gut überstehen kannst. Aber diese Speicher sind nur begrenzt gefüllt, so dass, wenn eine Darmproblematik länger besteht, immer mehr Mangelzustände auftreten. Dein Körper muss dann entscheiden, welche Stoffwechselvorgänge überlebenswichtig sind und welche nicht.

Depressive Darm-Hirn-Achse

Depressionen, chronische Erschöpfungszustände, Burn out und ähnliches ist relativ häufig mit einer gestörten Darmflora assoziiert. Leider wissen das jedoch die allerwenigsten und merken meist auch nicht, dass sie ein Darmproblem haben. Aber im Darm werden, wie gesagt, die Baustoffe für unsere Botenstoffe, den Neurotransmittern oder Katecholaminen, aufgenommen.

Beispielsweise Tryptophan, eine sehr wichtige Aminosäure, wird hier resorbiert und zu Serotonin umgewandelt. Für diesen Umwandlungsschritt sind unter anderem Vitamin B6 und Magnesium unerlässlich. Serotonin wiederum regt die Peristaltik, also die Bewegung des Darms, an und steuert in erheblichem Maße die Schleimhautdurchlässigkeit und damit die Aufnahme von Nährstoffen.

Erkennst du den Teufelskreis alleine hier schon? Hast du zu wenig Baustoffe für Serotonin, wird auch die Aufnahme immer mehr reduziert und es stehen immer weniger Baustoffe zur Verfügung.

Serotonin ist übrigens ein ganz wichtiger Stoff für unser Gefühlsleben. Hast du zu wenig Serotonin, wirst du immer mehr in eine Depression abrutschen. Dein Hungergefühl steigt, dein Sättigungsgefühl wird immer geringer. Du nimmst zu. Du wirst auch immer schlechter schlafen, denn aus Serotonin wird unser Schlafhormon Melatonin gebildet. Auch andere Symptome, wie Angststörungen, Migräne oder Fibromyalgie können mit einem verminderten Serotoninspiegel einhergehen.

Dauerstrom – ein großes Problem für deine Darm-Hirn-Achse

Doch nicht nur Serotonin macht die Verbindung zwischen Kopf und Bauch aus. Ein weiterer Stoff ist zum Beispiel das Noradrenalin. Auch hierfür werden selbstverständlich die Baustoffe im Darm aufgenommen und dem Körper zur Verfügung gestellt. Noradrenalin ist neben Adrenalin ein Botenstoff, der zur schnellen Stressantwort des Körpers gehört. Stehst du unter hohem Stress, wird eine große Menge an diesen Katecholaminen und Cortisol ausgeschüttet. Früher war das gut: der (Nor-)Adrenalinschub hat uns Menschen „Flügel“ verliehen, wir konnten jagen, flüchten oder kämpfen. Je nach Bedarf. Danach wurde aber der erhöhte Ausschuss auch direkt wieder abgebaut. Wenn man nach der Jagd gut gegessen hatte wurde man müde und hat verdaut und entspannt.

Heute haben wir aufgrund von Bürotätigkeiten, Autos und viel zu wenig Sport oftmals leider keinen ausreichenden Abbau der Stresshormone– wir stehen unter Dauerstrom.

Aber zu viel Stress, und damit auch zu viel Noradrenalin, lässt die Darmzellen regelrecht aufquellen.  Dadurch entstehen „Löcher“, durch die nun natürlich alles hindurch kann. Es gelangen somit Stoffe in den Blutkreislauf, die dort eigentlich nicht hingehören. Das Immunsystem schlägt Alarm und es kommt zu Allergien, Entzündungen und mehr.

Zusätzlich schüttet der Körper bei Stress, vor allem bei Dauerstress, sehr viel Cortisol aus. Cortisol und Cortison klingt sehr ähnlich? Nicht ohne Grund: es ist dein natürliches, selbstproduziertes Cortison. Und das wirkt, wie auch das von außen zugeführte, unter anderem Immunsuppressiv. Mit anderen Worten: du zwingst dein Immunsystem durch deine eigenen Stoffe langfristig in die Knie. Das kostet Unmengen an Energie. Und Baustoffe. Die du, wie du oben ja gerade gelernt hast, wahrscheinlich gar nicht (mehr) ausreichend zur Verfügung hast.

Zusätzlich führt eine Cortisoldauerausschüttung zu einer Minderdurchblutung des Darms, die wiederum Verdauungsstörungen nach sich zieht. Noch ein Teufelskreis.

Nicht zuletzt sind unsere Mitbewohner im Darm, unsere Bakterien, unheimlich wichtig für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Sie stehen in ständigem Kontakt mit deiner Darmschleimhaut und bilden unter anderem wichtige Stoffe (unter anderem auch das Butyrat), die für deinen Körper überlebenswichtig sind und über die Darm-Hirn-Achse an dein Gehirn weitergeleitet werden. Die Bakterien haben also auch direkten Einfluss auf deine Gefühle.

Du siehst, wie viele Zusammenhänge zwischen Darm und Gehirn existieren und wahrscheinlich habe ich noch einiges vergessen mit aufzuzählen. Daher: fange an auf deinen Bauch zu hören!!! Und kümmere dich intensiv um ihn. Er hat meistens recht und mischt überall mit 🙂

 

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