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Alkohol und Darm. Oder Darmgesundheit. Ist das eine gute Kombination? Ja, ich werde gleich über den grossen Elefanten im Raum sprechen … was Alkohol für die Gesundheit deines Darms bewirken kann! 

 

 

Es ist wirklich komisch, dass wir als Gesellschaft so eine andere Einstellung zu dem haben, was Alkohol im Körper anrichtet als alles andere, was wir essen oder trinken. Alkohol wird von den meisten Menschen als Teil eines genussvollen Lebens angeschaut. Er gehört einfach dazu. Ihn in Frage zu stellen wird oft vehement abgelehnt.

Ich selbst komme aus einer Familie, wo der Genuss, gutes Essen und eine gute Flasche Wein sehr hoch gehalten wird. Vielleicht weisst du ja, dass ich ursprünglich Hotelfach gelernt habe und da gehörte natürlich auch das Fach Getränkekunde und vor allem Weinkunde dazu. Wir haben regelmässig Wein degustiert und in einem unserer Schulrestaurants, wo wir regelmässig zu Mittag gegessen haben, wurde jeder der 3 Gänge vom passenden Wein begleitet.

Aber das ist lange her. Mittlerweile trinke ich ab und zu gerne ein Glas Wein. Oder einen Aperol Spritz. Aber eben. Ab und zu. Oft wochenlang, manchmal monatelang gar nichts. 

Und erst als ich aufgehört habe, regelmässig zu trinken merkte ich auch wieder die starke Wirkung von Alkohol. Selbst ein Bier spüre ich heutzutage schon im Kopf. 

Deswegen gilt auch: kein Alkohol, wenn ich danach Auto fahre.

 

Was Alkohol mit deinem Darm anstellt

Wenn du Alkohol trinkst, macht er dich nicht nur beschwipst, sondern er kann auch einen enormen Einfluss auf das Funktionieren deines gesamtes Verdauungssystems haben, selbst wenn du keinen Drink zu dir nimmst.

Noch bevor der Alkohol in die Leber gelangt, wird er vom oberen Verdauungstrakt absorbiert. Während die Leber die meiste Arbeit leistet, wenn du nur ein Gelegenheitstrinker bist, helfen dir bei grösseren Mengen oder häufigerem Alkoholkonsum auch die Bakterien in deinem Darm bei der Verstoffwechselung des Alkohols.

Zu viel Alkohol kann die Produktion von Verdauungsenzymen hemmen, was bedeutet, dass die Fähigkeit, Nahrung aufzuspalten, stark beeinträchtigt werden kann – dies kann dazu führen, dass du dich aufgebläht fühlst, nicht alle Nährstoffe gut aufnehmen kannst und dass Symptome wie Reflux und Verdauungsstörungen auftreten.

Deswegen habe ich übrigens in meinem neuen Blogartikel über Blähungen auch empfohlen, dass du Alkohol weglässt, wenn du unter Blähungen leidest. Ich verlinke den Artikel gerne in den Folgenotizen zu dieser Podcastfolge!

 

Veränderungen in deinem Milieu

 

Wenn du schon einmal deinen Hund unbeaufsichtigt in der Nähe eines vollen Abfallsacks gelassen hast, kannst du die Zerstörung sehen, die scheinbar unschuldige Schosshündchen hinterlassen können – das Gleiche passiert in deinem Darm, wenn du Alkohol trinkst.

Alkohol verändert die Zusammensetzung deiner Darmbakterien, die Funktionsweise deines Darms und erhöht die Durchlässigkeit des Darms (Leaky Gut).

Und was sind die Folgen von dem allem?

  • Mehr Entzündungen in deinem Darm und dem Rest deines Körpers
  • Beeinträchtigung des Immunsystems (70-80 % deiner Immunzellen befinden sich in deinem Darm)
  • Auswirkungen auf die Stimmung über die Darm-Hirn-Achse

Inzwischen wird auch über die so genannte Darm-Leber-Achse diskutiert. Wenn du übermässig viel trinkst, kann diese Entzündung in deinem Darm die Entzündung und die Schäden in deiner Leber verstärken.

 

Sonderfall Histamin und Alkohol

Was es auch noch zu beachten gilt bezüglich Alkohol und Darm ist das Thema Histamin. Alkohol fördert die Freisetzung körpereigenen Histamins. Ausserdem hemmt Alkohol das Enzym DAO, welches für den Abbau von Histamin zuständig ist. Dadurch wird Histamin schlechter abgebaut und mehr davon gelangt ins Blut.

Alkohol macht wie vorhin schon erwähnt die Darmwand durchlässiger, was dazu führt, dass die Aufnahme von Histamin im Darm vergrössert wird. Hinzu kommt, dass Alkohol die Blutgefässe weitet, was die Symptome noch verstärkt.

Das ist der Grund, dass selbst histaminfreier oder histaminarmer Alkohol oder eine verstärkende Wirkung hat und ist deshalb problematisch ist für Menschen mit Histaminintoleranz. 

Deshalb empfehle ich dir, alkoholische Getränke bei einer schweren Histaminunverträglichkeit, bei Problemen wie Heuschnupfen und Allergien ganz zu meiden und auch bei leichteren Verläufen immer mit grösster Vorsicht zu konsumieren. Hinzu kommt, dass Histamin in Flüssigkeiten leichter und schneller vom Körper aufgenommen wird als in fester Nahrung.

Falls du mehr übers Thema Histamin erfahren möchtest, empfehle ich dir meinen Blogartikel über Histaminintoleranz, oder korrekter gesagt, Histaminose oder meine Podcastfolgen 114 und 125.

 

Alkohol bremst dich beim Abnehmen und bei der Regeneration

Ein weiterer Nachteil von Alkohol ist, dass er von deinem Körper als Gift eingestuft wird. Und wann immer Gift im Umlauf ist, dann ist die erste Priorität des Körpers, dieses Gift wieder aus dem Körper herauszutransportieren. Und in der Zeit wird er andere wichtige Stoffwechselvorgänge pausieren, weil sie eben gerade nicht Priorität haben.

Deswegen ist die Fettverbrennung nach Alkoholkonsum unterbrochen. Das heisst, wenn du gerade abnehmen möchtest, empfehle ich dir, in der Zeit auf Alkohol zu verzichten. Nicht vor allem wegen der Kalorien, sondern eben wegen diesem hemmenden Effekt auf die Fettverbrennung.

Aus dem gleichen Grund wird nach Alkohol auch die Regeneration des Körpers nach physischer Anstrengung oder Sport gebremst. Deswegen ist das Bier oder der Drink nach dem Sport keine gute Idee. An Tagen, wo du trainierst, weil du ein Ziel erreichen willst, weil du Muskeln aufbauen oder bessere Leistung erzielen willst empfehle ich dir, an Tagen, wo du Sport machst, keinen Alkohol zu trinken, sonst ist der Trainingseffekt dahin. Dann hättest du’s gleich lassen können.

 

Wie du deinen Darm beim Trinken besser schützen kannst

Tatsache ist: Alkohol ist nie gesund. Auch nicht in kleinen Mengen. Allerdings kann man auch sagen: Alkohol nicht regelmässig und nur in kleinen Mengen getrunken, mit langen Pausen zwischen dem Alkoholkonsum ist zwar auch nicht gesundheitsfördernd, aber zumindest nicht krankmachend.

Von dem her, wenn du ab und zu mal ein Glas trinken möchtest, dann habe ich hier ein paar Tipps für dich: 

Ganz generell, bevor du überhaupt Alkohol trinkst: Pflege deinen Darm regelmässig mit guter, natürlicher, darmfreundlicher, anti-entzündlicher Nahrung. Gerne kannst du auch regelmässig ein Probiotikum dazunehmen.

Verwende keinen Alkohol, um deinen Durst zu stillen. Achte darauf, dass du genug Wasser getrunken hast, bevor du ein alkoholisches Getränk zu dir nimmst, geniesse es und trinke verantwortungsbewusst.

Zum Geniessen gehört für mich auch, dass du den Alkohol nur trinkst, wenn er dir auch schmeckt. Das heisst, suche dir eine gute Qualität aus. Und gerade bei Wein werden sehr viele Pestizide verwendet, da ist es äusserst ratsam, auf Bio-Weine zurückzugreifen.

Wechsle zwischen einem Glas Wasser und einem alkoholischen Getränk ab.

Achte darauf, dass du nicht auf leeren Magen trinkst, sondern vorher eine ausgewogene Mahlzeit zu dir nimmst.

Iss besonders am Tag nach dem Alkoholkonsum besonders darmfreundlich. Das kann herausfordernd sein, wenn du nur Lust auf etwas Fettiges hast, aber versuche, deinem Körper leicht verdauliche, nahrhafte Lebensmittel zuzuführen. 

Trinke am Tag danach einen Magen-Darm Tee, um dein Verdauungssystem und deine Leber zu unterstützen. Auch Bittertropfen wie unser Bitterelixier können sehr hilfreich sein! Besonders auch, wenn dein Magen vielleicht auch noch ein wenig unruhig ist.

Auch Knochenbrühe ist etwas, das du trinken kannst, um deinen Magen und die Darmschleimhaut zu beruhigen. Und wenn du eine Phase hast, wo du etwas öfter trinkst, weil du an mehreren Feiern eingeladen bist, erwäge in der Zeit, ein Probiotikum und Akazienfasern für den Schutz der Darmschleimhaut einzunehmen.

 

Ein paar Tipps, falls du komplett auf Alkohol verzichten möchtest

 

Die allgemeine Vorstellung in der Gesellschaft ist, dass mit einem Gläschen alles leichter geht, weil Alkohol Ängste und Spannungen auflöst und enthemmend sowie euphorisierend wirkt. Gleichzeitig sind Events, Feste oder ein geselliges Beisammensein mit der Familie und Freunden für viele Menschen gar nicht vorstellbar. 

Wir hatten mal einen Politiker als Kunden, der im Nationalrat sitzt, und er sagte uns, er kann keinesfalls auf Weisswein verzichten, weil das Anstossen bei den Sessionen einfach dazugehört. 

Wenn du es so siehst, dann ist es natürlich schwer, auf Alkohol zu verzichten. Weil es eine unserer menschlichen Urängste antriggert: nicht dazuzugehören. Oder schlimmer noch: verlassenzuwerden. Weil man anders ist.

Deswegen mein erster Tipp: steh ein, für dein anders-sein. Für deine eigenen Wünsche. Aber ohne zu missionieren. Nein ist ein vollständiger Satz und muss nicht begründet werden. Trinkst du keinen Alkohol? Nein. 

Dafür ist es übrigens auch wichtig, dass du deinen Grund magst, warum du nicht trinkst. Dass du überzeugt bist, dass du es nicht möchtest.

Mein nächster Tipp ist, wenn du nicht ganz so auffallen willst: trink ein alkoholfreies Bier oder einen alkoholfreien Cocktail. Dann gehörst du doch dazu. Das macht vielleicht den Übergang etwas leichter.

Du kannst auch Mineralwasser mit Kohlensäure trinken. Ich kenne jemanden, die lässt sich das Mineralwasser in einem grossen Weinglas servieren, mit ein paar Eiswürfeln und Zitrone. So macht es ihr mehr Spass, es zu trinken und es macht auch etwas her.

Und mein letzter Tipp: Spass haben und lustig sein kannst du auch ohne Alkohol. Entspanne dich. Unterhalte dich. Geniess die Gesellschaft. Sei einfach du.

 

 

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Julia Gruber

Julia Gruber

Julia Gruber ist Ernährungs-Coach, Mitinhaberin von Gruber Gesundheit und Arktis BioPharma Schweiz und Entwicklerin des Onlinekurses Darmglück. Ursprünglich kommt sie vom Hotelfach, hat also die Wichtigkeit der Ernährung als Bestandteil unserer Kultur auch von der Geniesser-Seite her erlebt. Deswegen ist ihr Motto auch: Gesunde Ernährung muss lecker sein und Spass machen, sonst ist sie nicht gesund. Sie kocht gerne, liebt ihre Aufenthalte in Mallorca und ist ganz allgemein ein umgänglicher und fröhlicher Mensch.

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